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Standards

ICAO 9303 verstehen: die Anforderungen an biometrische Ausweisfotos

Warum ein gutes Portrait noch lange kein konformes Ausweisfoto ist — und welche fünf Kriterien in der Praxis am häufigsten scheitern.

ICAO 9303 ist der Standard, auf den sich Passbehörden weltweit geeinigt haben. Er beschreibt, wie ein Portrait beschaffen sein muss, damit es maschinell mit einem Gesicht abgeglichen werden kann. Ein Foto, das für ein Verzeichnis gut aussieht, erfüllt diese Anforderungen selten.

Was der Standard verlangt

Der Kern sind messbare Grössen: die Kopfhöhe im Verhältnis zur Bildhöhe, die Position der Augenlinie, der Abstand zum Bildrand. Dazu kommen Bedingungen an Ausleuchtung, Hintergrund und Gesichtsausdruck. Alles davon lässt sich prüfen, bevor ein Mensch das Bild überhaupt sieht.

Die fünf häufigsten Rückweisungen

  1. Sonnenbrille oder starke Reflexion auf dem Brillenglas. Die Augenpartie muss vollständig sichtbar sein.
  2. Mehrere Personen im Bild. Ausschnitte aus Gruppenfotos scheitern regelmässig an der Auflösung.
  3. Gedrehter oder geneigter Kopf. Der Standard verlangt eine frontale Aufnahme.
  4. Aufnahme zu nah. Wer das Smartphone auf Armeslänge hält, erzeugt eine perspektivische Verzerrung.
  5. Kein erkennbares Gesicht. Gegenlicht und Bewegungsunschärfe sind die üblichen Ursachen.

Warum die Prüfung an den Anfang gehört

Wird ein Foto erst in der Kartenproduktion zurückgewiesen, ist der Karton bereits bedruckt und die Person längst wieder weg. Läuft die Prüfung beim Upload, bekommt die Person die Rückmeldung, während sie das Smartphone noch in der Hand hält. In Projekten dieser Grössenordnung werden dann nur noch 2–4% der Fotos nachgefordert.

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